GSC Ratisbona

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Einfach Fliegen

Saisonstart an der Hohen Salve

Ein spontaner erster Vereinsausflug ist am 17. Februar zur Hohen Salve in Österreich zusammengegangen. Herrlichstes Wetter war angesagt und so erhofften sich einige ihre ersten Flüge des Jahres mit ersten Thermikblubberblasen, andere einfach nur ein paar schöne Abgleiter bei traumhaftem Winterpanorama in den Alpen.

Acht GSClerInnen trafen sich also zur unchristlichen Zeit um 6 Uhr am Real-Parkplatz und teilten sich auf zwei Autos auf. Jochen und Peter H. stellten sich als Chauffeur zur Verfügung, während Magdalena, Tobi, Daniel, Renée, Oli und ich mitfuhren. Die Tageskarte für Paragleiter ist an der Hohen Salve in Hopfgarten recht günstig und so fuhren wir gemeinsam mit der Bahn nach oben, um uns gleich für einen ersten Abgleiter bereit zu machen. Es war wenig los, wenig Wind und somit ideale Bedingungen für unsere beiden „Ersties“ Magdalena und Oli, die hervorragend souverän ihren ersten Freiflug ohne Funk und ohne Fluglehrer meisterten. Glückwunsch! „Meeiiiiilenstein!“

Das Startfenster für einen Thermikflug zu treffen, war an dem Tag leider nicht ganz einfach, es war nur recht klein und mit schwacher und enger Thermik ausgestattet. Ich höre Peter, seit gefühlten Ewigkeiten am Startplatz wartend, noch sagen „Scheiß drauf, wird’s halt ein Abgleiter“, während ich eine Viertelstunde später starte und die erste Gipfelüberhöhung schaffe. Ein bisschen Glück gehört auch dazu. Leider reichte es nur für eine knappe halbe Stunde Flugzeit, die Thermik war einfach noch zu unbeständig. Peter und einige andere schafften es aber währenddessen, nochmal hochzufahren, um dann in die beste Thermik des Tages einzusteigen.

So kam schlussendlich doch jeder auf seine Kosten: Seien es die ersten winterlichen Blubberblasen, die einen hoch in den blauen Himmel tragen, oder ein paar schöne Abgleiter in ruhiger Luft, teils kombiniert mit ein paar Aufwärmübungen für die Saison wie Nicken, Rollen, Ohrenanlegen. Ein kleines Highlight war dann noch der gemeinsame Start zum letzten Flug in den Sonnenuntergang. Tobi hat sich sogar die Mühe gemacht, ein kleines Video davon zusammenzuschneiden. An Humor fehlte es auch nicht, weder bei den Auffahrten, noch beim gemütlichen Pizzaessen vor der Heimfahrt. Nach dem Kommentar eines Fliegers in der Gondel (ungefähr sinnhaft wiedergegeben) „Ach, es ist gar nicht so wichtig, wie lang der Flug ist. Ich will einfach möglichst viele gute Starts, zum Warmwerden für’s Fliegerjahr“ konnte sich eine Fliegerkameradin den heißbegehrten Titel „Spruch des Tages“ sichern, mit einem trockenen „Ja, so kennt man’s irgendwie bei Euch Männern, Quantität statt Qualität…“ :-).

In diesem Sinne: Auf ein schönes Fliegerjahr mit quantitativ vielen Möglichkeiten, auf dass wir alle unsere persönlichen Fliegerqualitäten genießen und verbessern können! Gemeinsam im Verein macht’s doch am meisten Spaß 🙂