GSC Ratisbona

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Einfach Fliegen

Feiertagsausfahrt nach Oberammergau

Der 1.Mai ist ja bekanntlich der „Tag der Arbeit“ und ein Feiertag. Da man an diesem Tag nicht arbeiten sollte und für einige  Gleitschirmflieger ein Aufstieg  zu Fuß wie Schwerst-arbeit anmutet, entschlossen sich neun Mitglieder nach Oberammergau zu fahren, da hier die Laber-Bergbahn bereits schon in Betrieb ist. Gegen 10Uhr trafen sich Matthias, Stefan, Alex H. Kilian, Peter H., Karl, Moritz und Luggi an der Talstation. Alois befand sich mit Roswitha bereits vor Ort, wo sie derzeit am Plansee ihren wohlverdienten Urlaub verbringen. Die Bahn fährt nur halbstündlich und fasst max. 5 Flieger mit Ausrüstung, so dass die Fahrt zum 1660m hohen Laber etappenweise erfolgte. Nach dem Ausstieg muss man allerdings noch 30m 🙂 zurücklegen, um den sehr steilen Nordstartpatz, der ca. 30cm Neuschnee aufwies, zu erreichen.  Beim Anblick des Startplatzes war einigen von uns klar, warum hier nicht so viele Gleitschirmflieger sind. Bei diesen Witterungsverhältnissen gerät ein Fehlstart zur schweißtreibenden Arbeit. In diesen Genuss kam Peter H., der als erster startete, nach ein paar Schritten im hohen Schnee einbrach und mit dem Schirm ca. 30m nach unten purzelte. Zum Glück lag er nicht auf dem Schirm, denn sonst hätte er dem Schorsch Hackl (Anmerkung Verfasser: ehemaliger Rodelweltmeister aus Berchtesgaden) Konkurrenz gemacht und wäre erst einige hundert Meter tiefer mehr oder weniger unbeschadet zum Stehen oder besser gesagt Liegen gekommen.  Der zweite Start klappte dann, nachdem ein Drachenflieger, die es hier übrigens noch in vergleichsweise großer Zahl gibt und Luggi eine Startbahn getreten hatten. Aufgrund der Größe des Startplatzes dauerte es einige Zeit, bis alle in die Luft kamen. An diesem Berg herrscht auch noch ein freundlicher Umgangston zwischen den Piloten und jeder hilft dem anderen bei den Startvorbereitungen. Als vorbildlich erwiesen sich unser Geschäftsführer und der 2.Vorstand, die beim ersten Flug den Landeplatz in Augenschein nahmen, da dies aus Zeitmangel beim Eintreffen leider nicht mehr möglich war. Nachdem sie nun wussten, wo sich dieser befand, flogen die beiden über 3 bzw. 3½ Stunden ein 58km und ein 38km FAI-Dreieck.  Peter H. fand jedoch trotz der vorherigen Besichtigung des Landeplatzes, diesen nicht und verfehlte ihn gar um deutliche 8km. Auch Stefan hatte scheinbar Mühe, den Landeplatz trotz vorheriger Besichtigung zu finden. Er kreiste doch tatsächlich eine ganze Stunde darüber umher; sehr zum Entsetzen von Matthias, der schon ungeduldig auf den Biergarten wartete und Luggi immer wieder fragte, warum denn der Stefan jetzt nicht endlich einlandet. Aber der Luggi, immer noch geflasht von der frisch verschneiten Bergwelt und  seinem 52er flachen Dreieck zum Tegelberg, konnte die Ungeduld von Matthias gar nicht nachvollziehen.  Auch Kilian wollte dem Märchenschloß vom Kini einen Besuch abstatten, musste jedoch dann nach 2 ¾ Stunden und 38km am Buchenberg landen und kam per Autostopp und mit Hilfe von Alex wieder zum Ausgangspunkt zurück. Matthias schaffte es im Einstiegsbart bis an die Basis aufzudrehen, wo er mit angelegten Ohren die Flucht ergriff und auf Strecke ging. Leider ließ ihn dann die Thermik im Stich, so dass er nach 45Minuten in Unterammergau landete und eine kleine Wandereinheit einlegte. Alle Flieger des GSC kamen in die Luft, aber leider schafften es nicht alle, den notwendigen Einstiegsbart auf der Südseite des Laber zu erreichen. Zum Ausklang trafen wir uns im Biergarten Ettaler Mühle, von wo aus wir nach einer (oder mehreren) halben Bier und einem guten Essen gegen 19.15Uhr die Heimreise antraten.  Wer eine freundliche, ungezwungene Atmosphäre am Start- und Landeplatz und keine Angst vor steilen Starthänge  hat, sollte dem Laber einmal einen Besuch abstatten, zumal auch die Preise mit 9,50 € für die Auffahrt sowie 4,- € für die Start-/Landeplatzkarte noch human sind.